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(Gesunde) Ernährung von Kindern und Jugendlichen
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Oliver
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Kinderernährung: Keine Angst vor dem Suppenkasper

Beitragvon Oliver » Do Sep 06, 2012 3:53 pm

Kinderernährung: Keine Angst vor dem Suppenkasper

Wenn Kinder nicht essen wollen, sorgen sich die Eltern oft grundlos. Die Kleinen wissen selbst,
wieviel sie brauchen

„Ich esse meine Suppe nicht! Nein, meine Suppe ess ich nicht!“ Wohl die meisten Eltern kennen die Geschichte
vom Suppenkasper aus dem „Struwwelpeter“ aus eigener Anschauung. Häufig erleben sie diese
Szene live am Mittagstisch - und sie macht ihnen große Angst. Dabei nehmen sich Kinder schon das, was
sie brauchen.

Die Gespräche junger Mütter drehen sich häufig um das Thema Essen, und die Eltern-Foren im
Internet zum Thema Ernährung sind gut besucht. Bei einer Untersuchung von Annette Kast-Zahn und
Hartmut Morgenroth wurden 400 Eltern von Kindern zwischen fünf Monaten und fünf Jahren zum Essverhalten
ihrer Sprösslinge befragt. Auffällig viele Eltern hätten Angst, ihr Kind sei zu dünn und esse zu wenig,
schreiben die Diplom-Psychologin und der Kinderarzt in einem Buch.
Angeborenes Gespür für ausgewogene Ernährung
Von so genannten schlechten Essern kann auch Heinz Alpers ein Lied singen: „Eltern haben oft Angst
davor, dass es ihrem Kind an etwas mangeln könnte.“ Doch diese Angst ist meistens unbegründet. „Auch
wenn es so wirkt, als esse ein Kind fast ausschließlich ein bestimmtes Nahrungsmittel, zu einseitig ist das
von den Kindern selbst gewählte Essen in der Regel nicht“, sagt der Kinderarzt aus Haßloch (Rheinland-
Pfalz). „Ich habe in den vergangenen zehn Jahren jedenfalls kein Kind mit Mangelerscheinungen gesehen.“

„Ein gesundes Kind, dem alles regelmäßig angeboten wird, nimmt sich, was es braucht.“ Diese
Grundweisheit der Ernährungsberatung gibt Anna Oldenburg von der Gesellschaft für Ernährung und Bewegung
in Berlin oft an Eltern weiter. Ein zu Beginn des 20. Jahrhunderts vorgenommenes Experiment
der Ärztin Clara Davis belegt das kindliche Gespür für das richtige Essen. Drei Waisenkindern im Alter
zwischen sieben und neun Monaten bekamen ein halbes Jahr lang verschiedene Lebensmittel gleichzeitig
angeboten. Die Kinder konnten frei wählen, was sie zu den Mahlzeiten zu sich nahmen. Alle drei Kinder
waren nach sechs Monaten bei bester Gesundheit, waren normal gewachsen und hatten an Gewicht zugenommen.
Sie hatten sich von sich aus ausgewogen ernährt.

(GesundheitPro vom 16. Januar 200



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