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Oliver
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Schaden Zusatzstoffe in unserem Essen?

Beitragvon Oliver » So Okt 07, 2012 11:20 am

Schaden Zusatzstoffe in unserem Essen?

Farb- und Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und diese ganzen E-Nummern - was machen all solche Stoffe eigentlich in unserem Essen? Sind sie vielleicht sogar gesundheitsschädlich?

Wackelpudding gibt es meistens in Farben, die irgendwie an Radioaktivität erinnern. Ob das wohl gesund ist?

Berufstätige Mütter, Dienstreisen oder Bürozeiten bis spät in die Nacht gehören zu unserem Alltag. Kein Wunder, dass viele Menschen keine Zeit mehr finden, ihre Mahlzeiten frisch zuzubereiten. So kommen immer häufiger Tütensuppen, Tiefkühlkost oder andere Fertiggerichte auf den Tisch.

Die sind schnell zubereitet, schmecken gleichbleibend gut (oder schlecht) und sind oft günstig. Aber sind sie auch gesund? Wie kann es eigentlich sein, dass man die Gerichte so schnell zubereiten und zu solch niedrigen Preisen anbieten kann? Das Geheimnis sind die Zusatzstoffe. Wir haben mit Heidi Brünion darüber gesprochen, Ernährungswissenschaftlerin und Leiterin des Richtig Essen Institutes in Berlin.

Warum versetzen die Hersteller ihre Produkte mit so vielen Zusatzstoffen?

Das kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Konservierungsstoffe machen die Lebensmittel länger haltbar. Nährwertverbesserer sollen die Qualität der Produkte heben. Ein Beispiel ist der Zusatz von Vitamin A und D in der Margarine. Wieder andere Stoffe sollen den Genusswert steigern. Dazu zählen Geschmacksverstärker oder auch Farbstoffe. Das Auge isst ja bekanntlich mit.

Schaden diese Stoffe der Gesundheit?

Dieses Thema ist ständig in der Diskussion und oft bleiben die negativen Schlagzeilen hängen. Wie beispielsweise die Behauptung, Süßstoffe wären krebserregend. Diese Annahme konnte mittlerweile widerlegt werden. Aber eigentlich, oder auch gerade deshalb, handelt es sich bei den Zusatzstoffen um die am besten geprüften Bestandteile unserer Nahrung.

Einer EU-Zulassung gehen diverse Studien und Test voraus. Zusätzlich gibt es immer eine sichere Höchstgrenze. Diese darf der Hersteller nicht überschreiten. Unterhalb dieser Menge sind die Stoffe für den Konsumenten nicht schädlich. So viel Vertrauen muss man in unsere Gesetzgebung schon haben.

Also kann man getrost so viel davon essen wie man will?

Auch wenn keine direkte Gefahr davon ausgeht, sollte der Verbraucher doch versuchen, so wenig Zusatzstoffe wie möglich zu konsumieren. Das gilt vor allem für Kinder, Übergewichtige, Allergiker und Asthmapatienten.

Warum gerade diese Menschen?

Aus unterschiedlichen Gründen: Eine bestimmte Gruppe der Zusatzstoffe, die Azofarbstoffe, stehen im Verdacht, die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zu begünstigen. Dies gilt vor allem für den knallig gelb-orangen Stoff mit der Nummer E 110.

Das Konservierungsmittel E 210 wiederum, die Benzoesäure, steht im Verdacht, allergische Reaktionen hervorzurufen. Also nichts für Asthmatiker oder Patienten mit Neurodermitis.

Geschmacksverstärker können dazu führen, dass man mehr isst, als man eigentlich bräuchte. So entsteht Übergewicht.

Schmeckt Essen ohne Zusatzstoffe eigentlich besser?

Definitiv ja! Allerdings ist Geschmack Gewöhnungssache. Menschen, die ihr Leben lang Wackelpudding mit Farbstoffen oder Mikrowellenessen verspeist haben, wollen auf den Geschmack von Zusatzstoffen vielleicht nicht mehr verzichten. Die müssen sich erstmal umgewöhnen. Es gibt sogar Kinder, die behaupten, kein Wasser zu mögen. Sie haben einfach immer Säfte oder andere gefärbte, gezuckerte Getränke konsumiert.

Zu welchen Nahrungsmitteln raten Sie allgemein?

Am besten ist es, sich saisonal und regional zu ernähren. Auch Bioprodukte kommen in der Regel mit weniger Zusätzen aus. Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe bringt Klarheit. Und: Auch bei den Zusatzstoffen kommt es auf die "Dosis" an. Ab und zu ein Fertiggericht ist in Ordnung, wenn auch regelmäßig frische Nahrungsmittel auf dem Speiseplan stehen.

Manche Menschen können sich vielleicht keine frischen Lebensmittel leisten ...

Das denken sicher viele. Aber: Obst und Gemüse, das gerade Saison hat, ist meistens das günstigste. Es gibt ein großes Angebot und die Früchte müssen nicht weit transportiert werden. Das spart Kosten und nutzt gleichzeitig noch der Umwelt. Außerdem landen so die wirklich reifen Waren im Supermarkt. Erdbeeren im Dezember sind beispielsweise oft teuer und selten ein Genuss.


(Quelle: Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de; 29.10.2010)



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